Nach einer ruhigen Überfahrt quartieren wir uns 4 Nächte im Big4 Campingplatz in Melbourne ein.
Wir dürfen uns das Zentrum ansehen, der Toyota muss zum Service. Bei letzterem gibt es Stress,weil sie ihn in der Werkstatt nicht hoch kriegen (den Toyota auf der Hebebühne). Aber darum geht es hier nicht. Melbourne gefällt uns gut, ist mir aber dann einfach doch zu groß. Perth und Adelaide sind irgendwie „familiärer“.
Das Zentrum mit der Skyline entstand entlang des Yarra River. Wie meist gibt so eine Skyline interessante Perspektiven für Fotos.




Wir besuchen den riesigen Zentralen Markt mit seinen verschiedenen Bereichen, die National Gallery of Victoria und das Melbourne Museum, fahren hinauf in das Skydeck (im 88sten Stock des Wolkenkratzers im Bild weiter oben) und sehen uns eine Art Kunstausstellung an, die „Balloon Story“, bei der alle Objekte und Szenen aus bunten Ballons gebaut sind. Auch für Kinder sehr unterhaltsam.









Dann geht es die Küste weiter nach Süden zur Mornington Peninsula. Am Strand von Brighton sehen wir uns etwa 80 verbliebene historische Strandhäuschen an (die ersten wurden 1862 gebaut, um 1930 waren es 200). Wer damals etwas auf sich hielt, hatte hier eine der kleinen bunten Holzhütten, in der man sich am Wochenende aufhalten und zum Baden umziehen konnte.



Hier in Brighton geraten wir unversehens in ein Chinesisches Neujahrsfest zum Jahr des Feuerpferdes (gibt es nur alle 60 Jahre!) mit diversen, meist sehr traditionellen Tanz-, Gesangs- und Drachenvorführungen.





In Sorento (mit Golf- Tennis, Kricket und Polo-Plätzen und einem, man höre und staune, „Millionaire’s Walk“, auf dem man die Zäune und Mauern um die Grundstücke der Schönen und Reichen bestaunen kann) bleiben wir 2 Nächte im außergewöhnlichen Whitecliffs Foreshore Reserve Campground. Der verwinkelte Campground mit vielen schönen Plätzen ist alt und hier sehen wir ausnahmsweise mal keinen einzigen Mietcamper, sondern hauptsächlich einheimische Familien und Gruppen, die hier, direkt am schönen Strand, Urlaub machen. Hier kann Monika auch mal wieder baden.


Weiter an der Küste entlang wandern wir zunächst vom Cape Shank Leuchtturm hinaus zum Pulpit Rock, einem schwarzen Felsenturm vor der Küste, der ein attraktives Fotomotiv abgibt.


Danach geht es auf einem tollen Weg in die Bushranger Bay und zum Green Pool, wieder mal ein malerischer kleiner natürlicher Pool in den Felsen mit herrlich erfrischendem Wasser zum Schwimmen, während gleich dahinter die Brandung rauscht.




Sodann umrunden wir die große Bucht rund um die French Island (Luftlinie ~ 25 km, gefahren 120 km) zur berühmten Phillip Island, einer supertouristischen Insel, die über eine Brücke vom Festland erreichbar ist. Schon vor Hundert Jahren war die Insel bei Touristen beliebt wegen ihrer großen Koala-Population. Koalas gibt es kaum noch, dafür viele andere Attraktionen.

Ein Abstecher führt uns zum Nobbies Viewpoint ganz am Ende der Insel wo wir auf der Fahrt auf einen jungen, liebenswert unbeholfenen Pinguin treffen, der sich auf die Straße verirrt hat. Es gibt hier während deren Brutzeit eine große Kolonie der „Kleinen Pinguins“ (etwa 33 cm groß und 1 kg schwer). Da diese kleinen Jäger tagsüber auf dem Meer unterwegs sind, kann man sie nur bei Ihrer Rückkehr zu ihren Bruthöhlen nach Sonnenuntergang beobachten. Die Tickets dafür sind allerdings 2 Wochen im Voraus ausverkauft. Pech für uns.


Der Swan Lake, eigentlich ein Vogelparadies, ist fast verlandet und eher enttäuschend. Dafür gibt es Gänse, Kaninchen, merkwürdige Teichhühner und Wallabies, die uns auf unserem Weg scheinbar bestaunen.



Dann machen wir eine Traum-Wanderung zum Pinnacles Lookout, an der südlichsten Ecke der Insel. Wir sehen neben vielen Vögeln drei Ameisenigel (sooo nett), zwei Copperheads (giftig, aber sehr selten tödlich) und natürlich wieder einige sehr hübsche dunkle Sumpf-Wallabies.








Der Spaziergang durch das Koala Conservation Reserve muss auch sein, wo 11 Koalas ein unbeschwertes und sorgenfreies Leben führen und das natürlich meist schlafend (Koalas schlafen bis zu 20 Std. am Tag).



Dann stellen wir fest, dass es hier einen Motorrad-Rennkurs gibt und dieses Wochenende (Freitag bis Sonntag) ein internationales Rennwochenende bevorsteht. So buchen wir statt der Pinguine zumindest für Freitag Tickets, um ein wenig Rennatmosphäre zu schnuppern. Ich war noch nie bei einem Motorradrennen und staune, wie vermutlich jeder, wie laut und wie schnell speziell die Superbikes sind.


Der Kurs hier ist sehr flüssig, beim Rundenrekord liegt die Durchnittsgeschwindigkeit bei etwa 180 km/h, die Höchstgeschwindigkeit bei über 320 km/h, und das sieht live doch deutlich schneller aus, als im Fernsehen. Was für ein Wahnsinn!
Auf dem Weg zum Wilson Promontory NP (die südlichste Spitze von Australiens Festland) stoppen wir am Eagles Nest für einen kleinen Strandspaziergang …



… und fahren dann noch bis Inverloch, einem kleinen Ort, der vom internationalen Tourismus eher stiefmütterlich behandelt wird, nicht jedoch von den einheimischen Urlaubern. Denn, auch wegen des schönen Strandes mit flachem Wasser, ist es hier für Familien ziemlich ideal. Da das Wetter jetzt eine zeit lang eher durchwachsen sein soll, bleiben wir ein paar Tage…

