Weiter geht die Fahrt die Küste entlang in Richtung Sydney. Nach Eden ist unser nächster Anlaufpunkt der kleine Ort Bermagui, an einer malerischen Küste ebenfalls sehr hübsch am Meer gelegen. Eine Skulpturen-Ausstellung und der Bermagui Blue Pool sind die Attraktionen, die wir uns genauer ansehen.



Direkt vor unserem Campingplatz wurden auf einer weitläufigen Wiese, schön verstreut, etwa 30 Skulpturen verschiedenster Künstler aufgestellt. Wie meist gibt es diejenigen die man als ansprechend wahrnimmt, andere, zu denen man eher keinen Zugang findet.



Auch der Besuch des großen Blue Pools ist wieder überaus lohnend und wir genießen das Schwimmen im ruhigen Wasser, während hinter dem Pool die Wellen brechen.

Kurz nach Bermagui passieren wir an der Küste den Horsehead Rock, den Pferdekopf Felsen, dessen Namen sich nur aus einem bestimmten Blickwinkel erschließt.

Im fotogenen Örtchen Tilba Center, direkt am Highway gelegen, machen wir einen Bummel durch die überschaubare „Hauptstrasse“. Die Zeit scheint hier irgendwie stehen geblieben zu sein und wir machen wieder viel zu viele Fotos von den idyllischen, bunten Holzhäusern.




In Narooma laufen wir zum Australia Rock und der Wellenbrecher-Mole, an der man Pelzrobben und Seehunde beobachten kann. Die Robben liegen auf den verschachtelten Felsen und Beton-Steinen in der Sonne oder spielen ganz unbefangen direkt unter der Mole, obwohl es hier eine beachtliche Dünung gibt.



Die folgenden kurzweiligen Tage verbringen wir wieder mal mit Ines und Roland, die in Sussex-Inlet gerade einen House Sit haben, dort also auf ein Haus (mit Hund und Katze) aufpassen, während die Besitzer verreist sind. Wir wandern gemeinsam den Mt. Bushwalker Track zu einem herrlichen Aussichtspunkt und mieten für einen halben Tag ein sehr bequemes Ponton-Boot, um damit die Wasserverbindung zwischen Inlet und Meer zu erkunden. Ines zeigt Monika auch noch einen natürlichen Felsenpool zum Baden. Schöne, entspannte Tage…








Auf dem Weiterweg sehen wir uns den Cathedral Rock an und erkunden gleich daneben noch die Küste mit ihren vielen Felsformationen.



In Wollongong bleiben wir auf dem Bulli Beach Tourist Park, wo ich, dank Sonnenblumenkernen, sofort (teils aufdringliche) Freunde finde.


Den Grand Pacific Drive mit der geschwungenen Sea Cliff Bridge, eigentlich auch einer der sogenannten „scenic drives“, befahren wir bei schlechtem Wetter, die landschaftliche Aussicht könnte man deswegen als suboptimal beschreiben.


Der Besuch der alten Eisenbahntunnel (mit matschigem Zugang), in denen leuchtende kleine Insekten wohnen, verläuft eher unspektakulär, das Ambiente dort ist allerdings ein Erlebnis. Wir sehen zwar einige leuchtende Punkte an der dunklen Decke tief im Tunnel, im Bild festhalten lässt sich das aber nicht.


Die Wanderung zum 8-Pool ist wegen vieler Treppenstufen und wegen des verblockten Weges entlang der Küste anstrengend, der Pool ist allerdings etwas Besonderes (es soll Tage geben, an denen Hunderte von Wanderern darauf warten, mal kurz für ein Foto in den Pool steigen zu können). Leider (oder gottseidank ?) ist es bewölkt und so hält sich wenigstens der Ansturm in Grenzen. Immerhin treffe ich ein paar nette Wasseragamen.





Trotz schlechter Wetteraussichten fahren wir in die Berge, und zwar nach Katoomba in den berühmten Blue Mountains westlich von Sydney. Und glücklicherweise können wir dann doch Einiges unternehmen. Katoomba liegt auf etwa 900m auf einer Art Hochebene, in die sich einige große Canyons eingegraben haben. In diese Canyons kann man diverse Wanderungen unternehmen.
Zunächst geht es zu den Three Sisters, den Drei Schwestern, einer bekannten Felsformation.


Dann wandern wir bei den Drei Schwestern über die Giant Staircase steile 900 Stufen hinab. Dort unten treffen wir unvermittelt auf einen Leierschwanz, der auf dem Weg nach Nahrung scharrt. Dieser erstaunliche Vogel ist der Meister der Stimmimitation. Er kann die Rufe aller in seiner Nähe lebenden Vogelarten perfekt imitieren, plus von Menschen erzeugte Geräusche, die er öfter gehört hat. Das geht von Handyklingeln über das Klicken eines Fotoapparates bis zum Geräusch einer Motorsäge, die er alle absolut perfekt nachahmt (kann man sich im Internet ansehen/anhören). Auf halber Höhe wandern wir um die Drei Schwestern und ein langes Stück durch die Schlucht zu den Katoomba Falls.






Jetzt wechseln wir unser Quartier einige km hinüber nach Blackheath. Dort ist der Hanging Rock, der hängende Fels, unser nächstes Opfer. Eine 5 km Wanderung auf der Hochebene, mit Ausblicken auf das tief eingeschnittene Tal, am Ende kurz steil hinab und hinüber zum Ziel, einer schmalen, sehr ausgesetzten Felsnase über dem Abgrund. Der Wahnsinn!





Auch die Grand Canyon Wanderung (das Schloß Neuschwanstein der Wanderungen), nehmen wir in Angriff. Das Wetter sieht erst mal nicht so schlecht aus, wir treffen entsprechend viele Wanderer. Es geht steil hinab in den Canyon zu einem Bach, dem der Weg dann auf spektakuläre Weise folgt.









Am Ende geht es wieder über viele Stufen hinauf. Leider fängt es gegen Ende an, immer wieder mal wolkenbruchartig zu regnen.
Diese Wanderung gehört trotzdem definitiv in die Top Ten unserer besten Wanderungen in Australien.
Am Dienstag, den 24. März geht es nach Sydney, wo wir uns mit Anna, Tobi und Eliana treffen.

