In Mareeba in den Tablelands bleiben wir 2 Nächte und sitzen zwei Regentage aus.
Die Gegend mutet teilweise an wie bei uns, es ist hügelig, es gibt Viehwirtschaft und schlechtes Wetter.


Danach machen wir zuerst eine Wanderung zum Emerald Creek Wasserfall und beschliessen danach, die weiteren 4 geplanten Wasserfälle wegzulassen (das Wetter soll weiter schlecht bleiben).

Allerdings wollen wir die zwei riesige Feigenbäume (den Cathedral Fig Tree und den Curtain Fig Tree) sehen. Dafür fahren wir eine größere Runde um den Lake Tinaroo im Danbulla NP.

Auf dem Weg um den See schlägt einmal ein Ast unter das Auto, was wir nicht weiter beachten. Dann geht es ziemlich knapp unter einem umgestürzten Baum durch und schließlich erreichen wir den Parkplatz zum Cathedral Fig Tree auf der Rückseite des Sees. Als ich aussteige läuft neben mir Wasser unter dem Camper raus. Oh Schreck! Der Ast zuvor hat die Wasserleitung vom Wassertank abgerissen. Gottseidank gibt es einen Absperrhahn und so können wir erst mal mit unserer Besichtigungstour weitermachen.

Wir staunen nicht schlecht über den riesigen Kathedralen-Feigenbaum, der beeindruckende Dimensionen hat und wo jeder Versuch, dies im Foto abzubilden kläglich scheitern muss.


Auch der Anblick des Vorhang Feigenbaums (Curtain Fig Tree) bei Yungaburra ist selbst durch ein Video nicht wirklich vermittelbar.
In Atherton finden wir kein Reparaturmaterial für die Wasserleitung und müssen dafür nach Malanda ein paar Kilometer weiter. Dort repariert uns der nette Besitzer eines Ersatzteilladens gleich selbst unsere Wasserleitung! Glück gehabt.
Wir bleiben die Nacht in Malanda und wollen morgen weiter Richtung Highway 1 (Savanna Way) nach Westen ins Landesinnere, um dem schlechten Wetter endlich zu entkommen. Am Morgen besuchen wir noch ein süßes kleines Cafe, wo wir einen netten Ratsch mit der Besitzerin aus der Schweiz haben.

Nach etwa 200km erreichen wir am Nachmittag den Undara Volcanic NP, Die Fahrt über Land ist vertraut, nach dem Ende des Regenwaldes fahren wir durch Savanne mit Termitenhügeln und endlich scheint auch die Sonne, obwohl es windig und eher kühl ist.
Wir melden uns für die Tour zum Sonnenuntergang und die Lava-Tunneltour am nächsten Morgen an und bleiben deswegen auf dem hauseigenen Campground.
Die Abendtour führt uns zunächst auf eine kleine Anhöhe, von der aus wir bei einem Glas Sekt den Sonnenuntergang mit einen weiten Blick über das Land genießen. Als es dann dunkel ist steigen wir in eine von zwei Fledermausarten bewohnten Lavahöhle hinab. Dort müssen wir dann jeweils bei völliger Dunkelheit einige Zeit warten, um dann für etwa 10 Sekunden im Licht einer Taschenlampe das Hochgeschwindigkeits-Gewusel der kleinen Flieger um uns herum bewundern zu können.


Die Tunneltour am nächsten Morgen ist ebenso beeindruckend. Wir steigen wiederum an einer Stelle, an der die Decke eingestürzt ist, in einen Lavatunnel hinab und folgen diesem dann innen einige hundert Meter bis zum nächsten Ausgang. Dieser Tunnel hat einen Durchmesser von etwa 6 bis 8 Metern. Insgesamt gibt es in dieser Gegend Tunnel mit einer Gesamtlänge von etwa 60km. Diese Tunnel, oft von Fledermäusen bewohnt, sind bei mehreren Vulkanausbrüchen über einen längeren Zeitraum aufgrund einer besondere Geländekonstellation entstanden. Echt cool.


Am nächsten Tag nehmen wir die etwa 250km zur Cobbold Gorge unter die Räder.
Vom Highway 1 fahren wir frühzeitig in eine interessant klingende 150km Dirt-Road-Schleife parallel zum Highway 1 über teils schlechte Pisten zur Cobbold Gorge ab. Und prompt…




Auf dem Weg zur Gorge besuchen wir in Einasleigh auch ein kleines etwas verlottertes Roadhouse/Hotel mit einem ebensolchen wortkargen Wirt in unserem Alter, der erst ein wenig auftaut, als wir uns seine erstaunliche, super filigrane Sammlung von Puppenhäusern (!) ansehen, die sein Vater hobbymäßig gebaut hat. Direkt beim Hotel gibt es noch die Copperfield Gorge, eine kleine Basalt-Schlucht, die ganz nett ist.



Auf dem Campground in der Cobbold Schlucht, einer Luxusoase im Nirgendwo, bleiben wir zwei Nächte. Wir buchen einen kombinierten Ausflug in die Schlucht mit Boot, Glassteg und kleiner Wanderung. Die vielen Erläuterungen während der Tour machen den Ausflug sowohl optisch ansprechend als auch interessant.








Weiter geht es durchs einsame Outback zurück auf den den Savanna Way und insgesamt 400km nach Normanton. Es gibt kilometerlange Bereiche mit unzähligen kleinen spitzen Termitenhügeln, wo es aussieht, als hätte die Erde selbst Dornen bekommen.


Etwa auf halber Strecke besichtigen wir die Historischen Wellblech-Gebäude (vom Ende des 19. Jahrhunderts) in einem Nest mit Namen Croydon (Gemeindehaus, Polizeistation, Gefängnis, Postamt, etc.). Das Leben in dieser Zeit war sicherlich gnadenlos. Allein der Anblick der Arztbestecke in der Krankenstation erinnert fatal an Folterwerkzeuge.
Normanton ist ein verschlafenes kleines Nest, in dem wir nur übernachten und am nächsten Tag weiterfahren.

Wir entscheiden uns, die Herausforderung anzunehmen und dem Savanna Way weiter zu folgen…
Unglaublich schöne Bilder, ich bin total überrascht wie viel Australien bietet, von netten Einheimischen, viel grüner Vegetation, abwechslungsreicher Landschaft…. Total geil!!
Noch weiterhin einen gaaaanz tollen Urlaub wünschen Euch Sandra, Lea und Bernd